Die Kanarischen Inseln sind für ihre reiche Kultur und vor allem für ihre Volkskunst bekannt. Unter den vielen handwerklichen Techniken, die auf den Inseln von Generation zu Generation weitergegeben wurden, sticht der Calado (kanarische Hohlsaumstickerei) durch seine Schönheit und Kunstfertigkeit hervor. In diesem Beitrag geht es um den Calado in Guía de Isora, eine Technik, die im kulturellen Erbe der Gemeinde lebendig geblieben ist.
Der Calado von Guía de Isora
In Guía de Isora hat die Kunst des Calado eine lange Tradition und war eine wichtige Stütze der örtlichen Wirtschaft. Viele Frauen, die zugleich in der Landwirtschaft arbeiteten, nutzten ihre knappe Freizeit für diese Handarbeit, die zum Lebensunterhalt der Familie beitrug. Im Laufe der Jahre haben etliche Frauen diese Tradition in Erinnerung an ihre Vorfahrinnen bewahren wollen. Ein Erfolg dieses Engagements war die Gründung der Vereinigung der Caladoras (Stickerinnen) von Guía de Isora „El Almácigo“, die sich auch heute, obwohl sich die Wirtschaft der Gegend modernisiert hat, der Bewahrung ihres kulturellen Erbes verpflichtet fühlt.
Diese Form des kanarischen traditionellen Kunsthandwerks gilt als eine der feinsten und schwierigsten Handarbeiten des Archipels. Zur Förderung des Calado wurden Kooperativen und Handwerkergruppen gegründet, und es werden Workshops und Kunsthandwerksmessen veranstaltet. In Guía de Isora findet im Mai die Feria de Artesanía (Kunsthandwerksmesse) statt, auf der neben dem Calado zahlreiche Kunsthandwerker ihre typischen Erzeugnisse zeigen.
Wenn Sie Teneriffa besuchen, sollten Sie unbedingt einen Abstecher nach Guía de Isora machen und die wunderschönen Calado-Arbeiten bewundern, die dort entstehen.


